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Gesetzesänderung zum Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften: „Halbherzig bis fahrlässig“

Berlin (ots) – „Es war ein wichtiger Prüfstein für die Bundesregierung, wie ernst sie den Schutz aller in Deutschland lebenden Kindern nimmt und ob sie gelingende Integration wirklich schaffen kann – und will“, kommentiert Bidjan Nashat, Programm-Vorstand von Save the Children Deutschland, eine Gesetzesänderung für besseren Schutz von Kindern und Frauen in Flüchtlingsunterkünften, die heute vom Bundestag verabschiedet wurde. „Die Änderung ist ein begrüßenswerter Anfang“, so Nashat, „insgesamt aber leider unzureichend.“

Seit anderthalb Jahren steht die Bundesregierung unter erhöhtem Druck, eine gravierende Gesetzeslücke zu schließen, die vielen geflüchteten Kindern einen denkbar schlechten Start in Deutschland beschert: „Es ist bisher dem Zufall überlassen gewesen, ob Kinder in den Unterkünften besonders geschützt werden oder nicht“, erläutert Nashat. „Denn Länder und Betreiber wurden nicht einheitlich verpflichtet, umfassende Kinderschutz-Standards in Flüchtlingsunterkünften sicherzustellen.“

Entsprechend groß ist bis heute die Gefahr von Gewalt und Missbrauch für Kinder. Eine aktuelle interne Risikoanalyse, die Save the Children in verschiedenen Unterkünften durchgeführt hat zeigt: In allen Standorten kam es zu Kindesmisshandlung und -Vernachlässigung sowie emotionalen und sexuellen Missbrauchsfällen. Diese Ergebnisse decken sich mit einer Studie von Unicef. Ein Viertel der befragen Mädchen und Jungen gab an, in ihrer Unterkunft Zeuge von Gewalt geworden zu sein, 10 Prozent sagten, sie seien selbst Opfer geworden. Etliche Kinder müssen Monate und Jahre in Sammelunterkünften ausharren.

Eine bundeseinheitliche Regelung wurde nun durch eine Änderung von Paragraf 44 im Asylgesetz verankert. „Der Vorschlag ist aber halbherzig statt hinreichend“, so Nashat. Der schmale Zusatz besagt unter anderem: „Träger von Aufnahmeeinrichtungen sollen Konzepte zum Schutz von Minderjährigen sowie von Frauen vor Gewalt in diesen Einrichtungen entwickeln und anwenden.“ Der größte Mangel dieser Formulierung, so Nashat: „Sollen bedeutet auch juristisch nicht müssen – im Zweifel können Träger sogar ganz darum herum kommen, Schutzkonzepte zu entwickeln. Entsprechend sind auch keine Sanktionen vorgesehen, falls das nicht geschieht. Somit kann das Gesetz leicht zum Papiertiger und Kinderschutz weiterhin fatalerweise vernachlässigt werden.“

Auch für Inhalt und Ausprägung der Konzepte gibt es keine ausreichenden Vorgaben. „Einige fundamentale Fragen bleiben offen“, so Nashat. „Gibt es Standards, an denen sich Schutz-Maßnahmen hinsichtlich Räumlichkeiten, Personal oder Gesundheit messen lassen müssen? Werden unabhängige Beschwerde- und Monitoringstellen eingerichtet? Gibt es festgelegte Verfahrensweisen bei Verdachtsfällen? Warum sind weitere Gruppen mit besonderen Schutzbedarfen ausgeschlossen wie etwa Menschen mit Behinderungen? Alles in allem bleiben die Schutz-Anforderungen weiterhin hinter denen zurück, die ansonsten in Deutschland für Einrichtungen gelten, in denen Kinder oder andere besonders schutzbedürftige Menschen leben – insofern wird die Universalität von Kinderrechten hier weiterhin nicht ernst genommen.“

Save the Children und weitere Nichtregierungsorganisationen hatten zudem im Rahmen einer Initiative des Familienministeriums ein halbes Jahr lang Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften entwickelt. Sie sollten als Bezugsrahmen für angemessene und verpflichtende Konzepte zum Schutz von Kindern dienen. Im Gesetzentwurf finden sie jedoch kaum Berücksichtigung.

„Das ist enttäuschend“, so Nashat. „Save the Children fordert eine Ausweitung des Gesetzes auf alle vulnerablen Gruppen und klare Monitoring- und Kontrollstrukturen, damit Missstände aufgedeckt und auf sie angemessen reagiert werden kann. Deutschland muss vor allem den Kindern, die vor Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit zu uns fliehen und ein neues Leben aufbauen möchten, einen guten Start ermöglichen. Alles andere wäre fahrlässig.“

Die Mindeststandards der Initiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ zum Download: http://ots.de/X6Mxy

Interviews: Mitarbeiter von Save the Children Deutschland stehen für Interviews bereit.

Pressekontakt:

Save the Children
Bastian Strauch, Pressestelle
bastian.strauch@savethechildren.de
030 2759 5979-889

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Sanhua Automotive eröffnet Technologiezentrum

Detroit (ots/PRNewswire) – Am 22. Juni, Lokalzeit in Michigan, eröffnete Sanhua Automotive sein nordamerikanisches Automobiltechnologiezentrum in Detroit, Michigan. Hr. Zhang Daocai, Chairman der Sanhua Holding Group, Hr. Zhang Yabo, Vice President der Sanhua Holding Group, Hr. Shi Chuliang, GM von Sanhua Automotive, Hr. Lyu Hu, GM von Sanhua Automotive (U.S.) sowie Mitarbeitende, Regierungsvertreter und Geschäftspartner nahmen daran teil. Insgesamt feierten 100 Teilnehmer diese krönende Errungenschaft.

Um 10.00 Uhr Vormittag besuchten Sanhua-Geschäftspartner von Valeo, Air International und Hanon Systems das neue Technologiezentrum.

Hr. Shi Chuliang sprach mit den Teilnehmern um 11.00 Uhr Vormittag und dankte den Partnern für ihre dauerhafte Unterstützung.

Hr. Zhang Daocai traf Geschäftspartner und sprach zum The Wall Street Journal und China Daily.

Gäste kamen und überbrachten im Sanhua North America Technologiezentrum ihre Gratulation und ihre Wünsche zur Entwicklung von Sanhua.

Hr. Zhang Daocai wurde gemeinsam mit dem Sanhua Team fotografiert.

Gäste von General Motors, Ford und Tesla nahmen am Nachmittag an den Feierlichkeiten teil und wurden mit dem Sanhua Team fotografiert.

Das Abendessen begann um 19.00 Uhr. Hr. Zhang Daocai brachte einen Toast für alle Freunde aus und dankte den nordamerikanischen Partnern. Er sprach über die Entwicklung des nordamerikanischen Automobiltechnologiezentrums in Detroit, den Zugriff auf den Talentepool sowie die neuesten Innovationen und Technologien. Er gab einen Einblick in die Zukunft von Sanhua und die Aussichten neuer Energietechnologien.

Lokale Regierungsvertreter und der Vertreter des US-Senats hielten Reden und gratulierten Hr. Zhang Daocai und Hr. Shi Chuliang.

Vertreter von General Motors und Valeo anerkannten in ihren Reden die Bemühungen des Unternehmens und gratulierten zur Entwicklung von Sanhua Automotive in Nordamerika.

Hr. Zhang Yabo, Vice President der Sanhua Holding Group, flog nach Detroit, um an der Feier teilzunehmen und er forderte alle Mitarbeitenden von Sanhua auf, den Gästen zu danken. Danach wurde das Abendessen serviert, das in einer sehr freundlichen und angenehmen Atmosphäre endete.

Sanhua ist der Entwicklung von Wärmeübertragungs- und Temperaturkontrollprodukten, Subsystemen und Lösungen in Bereichen wie HAVC&R, Haushaltsgeräte und Thermomanagement für Fahrzeuge tätig. Zu unsren Produkten zählen Klimaanlagen für das Gewerbe und Eigenheime, Kältetechnik, Haushaltsgeräte, Klimaanlagen für Fahrzeuge und Lösungen für Thermomanagementsysteme. Sanhua verfügt über Produktionsstätten in Xinchang, Hangzhou, Wuhu, Polen, Amerika und Mexiko sowie über F&E-Zentren in Xinchang, Hangzhou, Österreich und Amerika. Weitere Informationen finden Sie unter www.sanhuagroup.com.

Pressekontakt:

Dora Liu
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doraliu@zjshc.com

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eine bestehende vorratsgmbh kaufen

Geschäftsideen eine bestehende vorratsgmbh kaufen – Vielleicht passend für den erfolgreichen Start in Bielefeld

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Angebote zum Schwerpunkt „Sport und Gesundheit“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Es folgt ein Text und ein Interview zum Thema „Von der Arztpraxis in den Sportverein.“

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Angebote zum Schwerpunkt "Sport und Gesundheit" des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Es folgt ein Text und ein Interview zum Thema "Von der Arztpraxis in den Sportverein."
Prof. Jens Kleinert. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/64977 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)/Kenny Beele – spofo.de“

Frankfurt/Main (ots) – Wenn der Doc zum Sport bittet…

…schnüren trotzdem nicht alle Patientinnen und Patienten ihre Turnschuhe. Woran’s hapert und wie man das „Rezept für Bewegung“ besser an die Frau und den Mann bringt, hat die Deutsche Sporthochschule Köln in einer Studie untersucht.

Eigentlich könnte es ganz einfach sein. Schließlich gehen die meisten von uns bei gesundheitlichen Malaisen zur Ärztin oder zum Arzt ihres Vertrauens. Und bekommen dort nicht selten ein Rezept. Gegen Schnupfen, Stress oder Schlafstörungen zum Beispiel. Dankbar nehmen wir empfohlene Ratschläge wie auch rezeptierte Medikamente entgegen. Schließlich wollen wir die laufende Nase, die quälenden Rückenschmerzen oder die schlaflosen Nächte schleunigst loswerden.

Wie gesagt: Eigentlich könnte es ganz einfach sein: Denn seit 2011 gibt es ein Rezept, das uns vor den oben genannten gesundheitlichen Problemen (und noch vielen mehr) bewahrt. Und zwar bevor sie überhaupt entstehen. Dazu ist das Ganze auch noch gänzlich frei von unerwünschten Nebenwirkungen, kann aber mit vielen wünschenswerten Benefits punkten. Denn dieses Rezept hält uns unnötiges Fett und lästige Rückenschmerzen vom Leib, bringt Hirn und Herz, Kreislauf und Immunabwehr ordentlich auf Trab und hält obendrein Stresspegel und Alterungsprozesse effektiv in Schach. Klingt nach einer Wunderpille? Mitnichten, die Rede ist vom „Rezept für Bewegung“.

Seit mittlerweile sechs Jahren können Ärztinnen und Ärzte ihren Patientinnen und Patienten mit diesem Formular nebst den dazugehörigen Info-Flyern, Internet-Datenbanken und Broschüren den Weg zum nächsten zertifizierten SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebot im Verein erleichtern. Und damit passend zu ihrer individuellen gesundheitlichen Situation einen neuen Weg in ein bewegteres Leben mit der richtigen Sportdosis ebnen. Allein: Es ist anscheinend selbst mit dem berühmten weißen Kittel gar nicht so einfach, die Menschen für ein wenig mehr Sport zu begeistern.

Woran liegt’s? An den Praxen oder an den Patientinnen und Patienten? Dieser Fragestellung ist das Psychologische Institut der Deutschen Sporthochschule Köln nachgegangen und hat in der Studie „Aus der Arztpraxis in den Sportverein? Herausforderung an eine ärztliche Präventionsempfehlung zur Veränderung des Bewegungsverhaltens“ festgestellt, dass dieses Phänomen weltweit existiert: Ärztinnen und Ärzte werden zwar als vertrauenswürdige Beraterinnen und Berater in puncto Gesundheit und Bewegung wahrgenommen, nur mit der sportlichen Umsetzung hapert’s. Und zwar aus den üblichen Gründen: Die Zeit für Sport fehlt, der Sportverein ist zu weit weg, die Turnhalle unattraktiv, der Mitgliedsbeitrag zu teuer, wenn die Freundin nicht mitzieht, macht’s keinen Spaß oder man weiß gar nichts von dem Angebot. Das bloße Ausstellen eines Rezeptes reicht anscheinend nicht.

Doch den Patientinnen und Patienten die alleinige Schuld in die (Turn-) Schuhe zu schieben, wäre eindeutig zu einfach – auch in den Praxen läuft nicht alles nach Wunsch. Zunächst dürfen Ärztinnen und Ärzte die Beratungsleistung für das „Rezept für Bewegung“ nicht abrechnen, da sie nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zählt. Hinzu kommt der in den Praxen üblicherweise herrschende Zeitmangel – wenn die Zeit knapp ist, lässt man die honorarfreie Beratung eben schnell weg.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das medizinische Personal (vor allem, wenn es selber nicht sportlich aktiv ist) sich oftmals nicht als kompetent und ausreichend ausgebildet für eine derartige Beratung einschätzt, an der eigenen Überzeugungskraft zweifelt oder die Info-Materialien zu dürftig findet – weitere Gründe, warum man die Sache mit dem Sport und der Beratung dann lieber sausen lässt. Dabei muss die Beratung weder zeitintensiv noch zwangsläufig durch eine Frau Dr. oder einen Herrn Dr. durchgeführt werden – auch eine Assistentin oder ein Fachberater kann durch ein individuelles kurzes Gespräch die Hemmschwelle für den ersten Schritt in den örtlichen Sportverein senken. Außerdem können die Vereine vor Ort mehr tun, um ansässige Arztpraxen mit Informationen zu lokalen Sportangeboten zu unterstützen. Denkbar wäre – analog zum Job eines Pharmareferenten – die Etablierung von kommunalen Sportreferenten, welche die Praxen mit Informationen und Materialien versorgen.

Einzelne Projekte zeigen nach Aussage der Wissenschaftler von der Sporthochschule, dass ärztliche Empfehlungen durchaus Erfolg haben können, wenn Krankenkassen, Gesundheitssportanbieter und Stadt- bzw. Kreissportbünde sich mit den Praxen vernetzen. Grundsätzlich sollten präventive Angebote – und somit auch das Rezept für Bewegung – die gleiche finanzielle und auch politische Unterstützung wie Reha-Angebote haben. Das würde zum einen bedeuten, dass Ärztinnen und Ärzte ihre Beratungsleistung bei den Krankenkassen in Rechnung stellen dürfen und zum anderen Krankenkassen mehr Wert auf Präventionsangebote legen müssen. Sinnvoll wäre zudem eine verstärkte Aufklärungsarbeit rund ums Rezept für Bewegung und die SPORT PRO GERSUNDHEIT-Angebote durch Ärztenetzwerke und Gesundheitskonferenzen – auch auf kommunaler Ebene.

In den Praxen sollte die Beratung über die rein gesundheitlichen Konsequenzen hinausgehen und Sport nicht nur als medizinische Maßnahme sondern als sinnvolle Freizeitbeschäftigung „verkauft“ werden, bei der man auch noch soziale Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen kann. Besonders hilfreich soll außerdem die Vorstellung konkreter Sportangebote sein, die der Patientin oder dem Patienten die Berührungsängste nehmen. Denn dann kann’s eigentlich doch ganz einfach sein.

Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter http://ots.de/MAsrB

Informationen zum „Rezept für Bewegung“ des DOSB, der BÄK und der DGSP sowie zertifizierte SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote in Ihrer Nähe gibt´s unter www.sportprogesundheit.de.

Interview Prof. Jens Kleinert

Wenn der Arzt Bewegung verschreibt….

Viele Ärzte wissen um die gesundheitsfördernden Wirkungen des Sports. Viele fördern aktiv das Sporttreiben ihrer Patienten – seit einigen Jahren können sie es sogar per Rezept verschreiben. In vielen Sportvereinen finden Menschen ideale Möglichkeiten, vielerlei Krankheiten vorzubeugen und dabei auch noch Spaß zu haben. Wie das geht und warum man die Situation noch verbessern kann, schildert Prof. Jens Kleinert (Deutsche Sporthochschule Köln), Mitautor der Studie „Von der Arztpraxis in den Sportverein.“

Herr Prof. Kleinert, können Ärzte tatsächlich Menschen zum Sport bringen?

Naja, davon gehen wir aus. Leider kann man das in der Wissenschaft nicht so schön nachweisen, wie wir das eigentlich von der Praxis her glauben. Unsere Studienübersicht zu diesem Thema zeigt, dass es zwar viele sehr erfolgreiche Modelle gibt, aber es gibt eben auch viele Modelle, die zeigen, dass es auch nicht klappen kann. Der Erfolg scheint offensichtlich von Bedingungen abhängig zu sein, die häufig nicht untersucht wurden. Also zum Beispiel von der Motivation des Arztes, von seiner Bereitschaft, von seinem Enthusiasmus, vielleicht von seiner eigenen Sportkarriere. Es wurde abgefragt, ob Beratung gemacht wird, aber nicht, wie sie genau gemacht wird. Solche Faktoren scheinen aber entscheidend zu sein.

Ist es wichtig, dass speziell Ärzte darauf hinweisen, dass die Menschen sich bewegen?

In unserem Gesundheitssystem hat der Arzt als solcher eine ganz wichtige Rolle. Glücklicherweise gehen viele Menschen zu Vorsorgeuntersuchungen. Der Arzt sieht also den Menschen in gewisser Regelmäßigkeit und kann mit ihm sprechen. Darüber hinaus hat er aus Sicht des Patienten einen hohen Vorsprung an Kompetenz und an Vertrauen. Er wird als Experte in den unterschiedlichsten Dingen wahrgenommen. Ob er das so möchte, oder ob er dem gerecht werden kann, steht auf einem anderen Blatt, aber er hat es erst mal. Und so kann er viel überzeugender als zum Beispiel ein Medium oder eine Zeitschrift transportieren, dass Sport und Bewegung etwas Gutes sind und gleich noch darauf hinweisen, wie man das umsetzen kann.

Ist dabei ein Rezept für Bewegung hilfreich?

Erst mal ist das eine tolle Idee. Denn allein durch den Begriff Rezept wird transportiert, dass Bewegung und körperliche Aktivität eigentlich das beste Medikament ist, was man sich denken kann. Das ist ein Signal: Bewegung ist besser als jede Pille. Außerdem bekommt es dadurch auch einen gewissen Verbindlichkeitscharakter. Das ist ein Rezept, und da musst Du Dich jetzt dran halten. Letztlich kann man aber nicht nachweisen, was es gebracht hat, weil auch das mehr an Kleinigkeiten liegt. Das Rezept allein ist zwar ein wichtiger Impuls wie ein Plakat, das ich sehe, oder wie jemand, der mir einen Tipp gibt, aber es führt nicht zwingend zur nachhaltigen oder tatsächlichen Umsetzung von Bewegung.

Was fehlt da noch?

Es hängt schon einmal davon ab, was draufsteht. Wenn nur draufsteht, Sie müssten mal ein bisschen mehr Sport machen, bringt es natürlich nichts. Wenn aber genau draufsteht, wie das empfohlene Bewegungsangebot aussehen soll, dann ist es schon einmal mehr als hilfreich.

Aber das gibt es doch schon. Das „Rezept für Bewegung“ des DOSB, der BÄK und der DGSP beispielsweise verweist auf spezielle Kursprogramme, man kann Trainingsschwerpunkte ankreuzen und weitere Hinweise für die Patientin oder den Patienten einfügen.

Stimmt, und das ist auch ein sehr guter Ansatz. Was so ein Rezept aber nicht aus dem Weg räumen kann, sind die Handlungsbarrieren. Vielleicht weiß ein Mensch nicht, wie er das mit dem Sport jetzt anstellen soll. Das heißt, wo soll er hin, was braucht er alles, wer ist sein Ansprechpartner, wo ist vielleicht ein passender Verein? Vielleicht hat er auch Befürchtungen, ob er das überhaupt kann oder ob er vielleicht in der Gruppe ausgelacht wird. Dieses fehlende Wissen aufzuarbeiten, wie man das Rezept umsetzt und wie man Befürchtungen ausräumt, das kann nur eine Beratung leisten, und sei sie auch nur drei, vier Minuten lang.

Und die sollen die Ärzte machen?

Es muss halt in der Praxis passieren, aber das kann auch eine Praxishelferin übernehmen. Es ist natürlich schön, wenn der Arzt das unterstützt. Er könnte vielleicht nachhaken, waren Sie denn hier bei meiner Assistentin oder so.

Dafür müssen die Ärzte aber auch davon wissen. Über welche Wege können Informationsdefizite bei Ärzten geschlossen werden? Welche Rolle sollten aus Ihrer Sicht auch die Ärzteverbände spielen? Diese Sache ist tatsächlich nicht ganz einfach, denn Ärzte werden mit allen möglichen Informationen fast schon zugeschüttet; da gehen Informationen zu solch einem Vorhaben häufig verloren. Die Verbände könnten daher für die Eingliederung solcher Informationen in Fort- und Weiterbildungen oder auf Tagungen sorgen. Die persönliche und mündliche Info wirkt hier stärker als ein Flyer oder ein Informationsblatt.

Wie wollen Sie denn darüber hinaus die Ärzte zum Mitmachen bewegen?

In unserem Projekt haben wir viele Ärzte befragt. Dabei haben wir unterschiedliche Typen identifiziert. Die selbst Sportbegeisterten sind uns natürlich am liebsten. Das sind vielleicht zehn, 15 Prozent, die sagen, ich mache selbst Sport so gern, und das bringt mir so viel, ich möchte das auch an meine Patienten weitergeben. Das ist eine sehr persönliche, individuelle Motivationslage. Dann gibt es eine Gruppe, die noch nicht so richtig überzeugt ist, ob es eine gute Sache ist und etwas bringt, zumal es ja auch immer die Frage von Aufwand und Effekt ist. Die fragen sich: Ich investiere da fünf Minuten mehr pro Patient, was kommt dabei heraus. Diese Skeptischen und Kritischen könnte man vielleicht mit Argumenten überzeugen, vor allem mit Erfolgen, also wenn z.B. von zehn beratenen Leuten fünf im Verein ankommen, was eine top Quote wäre. Die dritte Gruppe nimmt eher den Standpunkt ein, dass eine zusätzliche Beratung auch bei den Kassen abrechnungsfähig sein muss. Die sagen vielleicht, ich finde das ja toll, was ihr da macht, aber es kann nicht sein, dass ich das neben alle meiner sonstigen Arbeit umsonst mache. Aus deren Sicht auch eine verständliche Auffassung.

Wie möchten Sie weiter vorgehen?

Wir müssen entscheiden, ob wir alle Typen gleichzeitig bedienen oder erst einmal mit einem Typus anfangen sollen, den wir vielleicht auch ohne kassenärztliche Abrechnung überzeugen können. Ich neige dazu, Schritt für Schritt zu gehen und erst einmal den Hochengagierten etwas Schönes anzubieten. Dann nehmen wir die Gruppe der noch Skeptischen, aber durchaus Überzeugbaren, und vielleicht bekommen wir das auch irgendwann hin, dass man so eine Beratung auch extra abrechnen kann.

Wenn Sie ihnen Erfolge präsentieren können?

Richtig. Wir, die im Sportsystem stecken, die Trainer, die Athleten, wir sind ja überzeugt. Wir wissen, das ist effektiv, das ist eine tolle Prävention, da brauche ich keine Untersuchung. Aber der Krankenkasse muss man das schon schwarz auf weiß vorrechnen können. Und so weit sind wir leider noch nicht.

Aber Sie sind da dran. Es gibt ja künftig auch eine ärztliche Präventionsempfehlung.

Es ist erfreulicherweise Bewegung in der Sache. Wir haben die Hoffnung, dass die Gesundheitspolitik immer ein bisschen mehr auf die Prävention schaut. Wenn man die Gesundheitsausgaben insgesamt nimmt, sind die Präventionsausgaben zwar immer noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir sind nach wie vor eine Rehagesellschaft, aber keine Präventionsgesellschaft. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Wir müssen auch die kleinen Schritte gehen und die politische Situation auch dafür nutzen.

Was wäre denn Ihr größter Wunsch an die Politik?

Ich würde mir als Wissenschaftler wünschen, dass kleine Erfolge in der Praxis Großes bewegen. Ich möchte zum Beispiel mit kleinen Modellen zeigen, dass wir die Quote derjenigen steigern können, die wirklich in so einer Beratung waren und dadurch in den Verein gehen. Wir haben derzeit noch kaum intelligente Beratungsmodelle, die die oben beschriebenen Barrieren beseitigen können, also wirklich auf die Probleme der Leute eingehen, warum sie nicht im Verein landen. Bisher gibt es eher Beratungsmodelle, mit denen man die Leute überzeugt, dass Sport etwas Gutes ist, aber das brauchen wir gar nicht mehr so sehr, das wissen sie. Wir müssen bei der Umsetzung helfen. Wir müssen der Frau Maier in drei oder vier Minuten mit einer geschickten App auf dem Smartphone oder am Tablet vermitteln können, dass das der Herr Müller ist, der ist beim Verein xy, und da können Sie sich dienstags um 12 Uhr melden, rufen Sie dort mal an.

Es ist manchmal gar nicht so einfach, die große Politik von so praktischen Dingen zu überzeugen.

Für mich ist die große Politik ein Tanker, der ganz langsam in Gang kommt. Wir müssen ab und zu mal ein kleines Schnellboot rechts und links ablassen, ein kleines Modell, mit dem wir dem Tanker zeigen, was alles möglich ist, wenn er Gas gibt. Das versuchen wir in der Wissenschaft: Best Practice Modelle, oder zumindest Good Practice Modelle. Das heißt, wenn wir die Beratung etwas verbessern können, hätten wir bei einem Aufwand von fünf Minuten eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Patient im Verein ankommt. Daran würde ich gerne arbeiten.

Wie zufrieden sind Sie mit der anderen Seite, also mit dem Sport?

Wir haben in Deutschland ein tolles Vereins-Sportsystem. Und es hält sich ja trotz der privaten Fitnesswelle sehr gut. Wir haben eine hervorragende Angebotsstruktur, mit der ich sehr zufrieden bin. Aber wir können noch besser werden in der Vermittlung: Wir müssen die Angebote noch mehr und geschickter Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen nahe bringen, so dass sie noch besser genutzt werden. Mitscheidend ist, dass die Arztpraxis die Informationen hat und in der Lage ist, innerhalb von 90 Sekunden ein Angebot zu finden für den Patienten. Wenn wir dann noch Ängste und Barrieren reduzieren und die tatsächliche Umsetzung vereinfachen, dann kommen wir große Schritte weiter.

Pressekontakt:

Deutscher Olympischer Sportbund e. V.
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Otto-Fleck-Schneise 12
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T +49 69 6700-255
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ZDF-Programmänderung ab Woche 26/17

Mainz (ots) – Woche 26/17

Fr., 30.6.

20.15 ZDF SPORTextra (VPS 20.14) UEFA U-21 EM 2017 Deutschland – Spanien Finale . . . In der Halbzeitpause: gegen 21.30 heute-journal (VPS 21.55) . . . Bitte Ergänzung beachten: Kommentar: Wulf Schmiese, Redaktionsleiter heute-journal . . .

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ZDF-Planung
Telefon: +49-6131-70-15246





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DRV-Präsident Manfred Nüssel verabschiedet: Bundeskanzlerin unterstreicht die Erfolgsstory der Genossenschaften

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DRV-Präsident Manfred Nüssel verabschiedet: Bundeskanzlerin unterstreicht die Erfolgsstory der Genossenschaften
(v.l.): Der neue DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, DRV-Ehrenpräsident Manfred Nüssel und Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6949 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter …

Berlin (ots) – „Die genossenschaftliche Idee überzeugt nicht nur hierzulande, sondern auch weltweit“, betonte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei der Verabschiedung von Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes. Sie verwies dabei auf die rund 800 Millionen Genossenschaftsmitglieder in über 100 Ländern. Die Genossenschaftsidee, so die Bundeskanzlerin, überzeugte auch die UNESCO, die sie Ende vergangenen Jahres in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufnahm. An diesem Erfolg hätten auch die Genossenschaften des Deutschen Raiffeisenverbands großen Anteil. Sie setzen auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und Offenheit für Neues. „Lieber Herr Nüssel, das liegt nicht zuletzt daran, dass Sie sich in der Agrarwirtschaft dafür stark gemacht haben, über nationale Grenzen hinaus zu denken. Mit Ihnen haben die Raiffeisen-Genossenschaften den Export verstärkt ins Blickfeld genommen. Das ging mit einem Konzentrationsprozess und Strukturwandel einher, der gewiss nicht einfach war. Aber so konnten die genossenschaftlichen Unternehmen den Anforderungen des Weltmarkts gerecht werden“, so die Bundeskanzlerin vor 250 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und der Genossenschafts-Organisation.

„Auf globaler Ebene müssen wir uns fragen, wie auch die weiter rasant wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann. Der Schlüssel liegt in offenen Märkten, im Abbau von Handelshemmnissen und in der Forschung bzw. innovativen Technik. Für uns Europäer bietet der Binnenmarkt hervorragende Bedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Im Konzert der globalen Marktkräfte müssen wir zusammenspielen – nicht nur um in der Welt hörbar, sondern auch möglichst besser als andere zu sein“, betonte die Bundeskanzlerin.

„Gemeinsam mehr erreichen“ – das ist ein Motto, das genauso gut über der globalen Agenda stehen könnte. Wie ein solches Motto mit Leben erfüllt werden kann, das zeigen die vielen Genossenschaften vom Einkauf über Vermarktung bis hin zu den genossenschaftlichen Banken. Dabei kommt es aber – im Kleinen wie im Großen – immer wieder auch auf hartnäckige Überzeugungsarbeit an. Lieber Herr Nüssel, Sie haben sich in Ihrer Amtszeit für große Richtungsentscheidungen eingesetzt. Sie sind dabei natürlich auch auf Widerstände gestoßen. Aber diese konnten gar nicht so hoch sein, dass sie Ihnen den Blick auf die Interessen und das Wohlergehen der Mitglieder verstellt hätten. Schließlich hat Ihre Arbeit viel Anerkennung gefunden. Und es kommt nicht von ungefähr, dass die genossenschaftlichen Unternehmen und der Raiffeisenverband das sind, was sie sind: Ernstzunehmende Größen auf den nationalen und internationalen Agrarmärkten sowie gefragte Gesprächspartner für die Politik auf allen Ebenen“, unterstrich Frau Dr. Merkel.

Präsident Nüssel dankte der Bundeskanzlerin für die Wertschätzung und anerkennenden Worte. „Wir erinnern uns gerne an Ihren Vortrag anlässlich des Raiffeisentages 2003, damals noch als CDU-Vorsitzende und Oppositionsführerin. Ein Kernsatz bleibt besonders in Erinnerung: „Deutschland braucht Innovationen, Investitionen in die Zukunft, aber keinen Zick-Zack-Kurs, wie ihn die rot-grüne Bundesregierung in der Agrar-, Verbraucher- und Wirtschaftspolitik fährt“. Als Bundeskanzlerin haben Sie dann für die notwendige Klarheit und Verlässlichkeit gesorgt. Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft hat sich während Ihrer Kanzlerschaft erfolgreich weiterentwickelt und vor allem wettbewerbsfähig aufstellen können. Gleichwohl stehen wir heute, wie Sie bereits ausführten, vor großen globalen Herausforderungen. Unsere genossenschaftlichen Unternehmen sind bereit, einen Beitrag zu leisten, um den Hunger in der Welt zu besiegen. Ernährungssicherung und Klimaschutz setzen aber eine innovative Wirtschaft, verbunden mit Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Investitionsbereitschaft voraus. Innovationen und technischer Fortschritt müssen daher ideologiefrei genutzt werden. Diese globalen Herausforderungen sind nur mit offenen Märkten und freiem Handel zu bewältigen. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist also nicht Teil des Problems, sondern wichtiger Teil der Lösung globaler Überlebensfragen. Und ein wichtiger Teil dieser Branche sind die Genossenschaften“, betonte der Raiffeisen-Präsident, dessen fast 18-jährige Amtszeit am 30. Juni 2017 endet.

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.186 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 60,1 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

Pressekontakt:

Monika Windbergs
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 856214-470
E-Mail: presse@drv.raiffeisen.de

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Staatsministerin Özoguz zieht Bilanz nach zwei Jahren „Willkommen im Fußball“24 Proficlubs engagieren sich gemeinsam mit Amateurvereinen und sozialen Trägern

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Staatsministerin Özoguz zieht Bilanz nach zwei Jahren "Willkommen im Fußball" / 24 Proficlubs engagieren sich gemeinsam mit Amateurvereinen und sozialen Trägern
Staatsministerin Aydan Özoguz beim „Willkommen im Fußball“-Cup. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114440 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH/Björn Bernat“

Berlin (ots) – Im Rahmen des ersten „Willkommen im Fußball“-Cups blickte die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz am Freitag, 30. Juni, gemeinsam mit der DFL Stiftung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), Profispieler Andreas Luthe und Mansur Faqiryar sowie jungen Geflüchteten auf zwei Jahre „Willkommen im Fußball“ zurück. Im Frühjahr 2015 startete „Willkommen im Fußball“ mit dem Ziel, durch offene Trainingsangebote jungen Geflüchteten einen Weg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei setzt das Programm auf Bündnisse bestehend aus einem Profiverein der Bundesliga oder 2. Bundesliga, einem Amateurverein und einem sozialen Träger.

Mittlerweile engagieren sich bundesweit 24 Bündnisse, fast 100 Organisationen beteiligen sich am Programm. Neben den Profivereinen und Amateurvereinen zählen Stiftungen, Jugendhilfeträger oder kommunale Akteure zum Netzwerk. Jede Woche werden mehr als 65 Trainingseinheiten umgesetzt und rund 800 junge Geflüchtete eingebunden. Über 600 Teilnehmende wurden seit Beginn der Angebote in den organisierten Vereinsfußball vermittelt. Die Spieler und Spielerinnen sind zwischen vier und 30 Jahre alt und kommen vor allem aus Syrien, Afghanistan, Irak. Auch viele Teilnehmende aus afrikanischen Ländern sowie einheimische Jugendliche kommen beim Training zusammen.

Die Bündnisse fördern die Jugendlichen in ihren Interessen, ihrem Können und Ehrgeiz. Fast 100 Geflüchtete übernehmen in den Bündnissen Verantwortung als Übungsleiter, Co-Trainer oder Sprachmittler. Einige geflüchtete Jugendliche absolvierten eine Junior-Coach-Ausbildung oder nahmen an Workshops zum Jugendleiter und Gruppenhelfer teil. Der Sport ist Anker in der neuen Heimat und schafft ein Zugehörigkeitsgefühl.

Die Bündnisse erhalten eine finanzielle Förderung von bis zu 20.000 Euro. Neben den Trainingsangeboten setzen sie damit Sprachkurse, Weiterbildungs- und Beratungsangebote, Feriencamps, Freundschaftsspiele und Turniere oder Stadtführungen um. Die Bündnisse entwickeln sich ständig weiter, verändern ihre Angebote und passen sich der Lebenssituation der jungen Geflüchteten an. Während zu Beginn Ankommen und Spracherwerb im Mittelpunkt standen, helfen viele Bündnisse nun bei der Ausbildungssuche oder dem Berufseinstieg.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration plant eine weitere Förderung von „Willkommen im Fußball“. Die DFL Stiftung fördert auch in 2018 sicher weiter. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung will mit den Bündnissen den Fokus dann auf die Ansprache von Mädchen und Frauen, dem ehrenamtlichen Engagement im Verein und der Verknüpfung von Sportangeboten mit Berufsorientierung legen.

Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, erklärt: „Unser Programm startete im März 2015 inmitten steigender Flüchtlingszahlen. Als im Herbst dann hunderttausende Menschen kamen, gehörten die Fußballvereine zu den ersten, die ihre Vereinsheime und Mannschaften sofort öffneten und Flüchtlinge unbürokratisch und kreativ integrierten. Dieses breite Engagement ist unbezahlbar, denn die Vereine sorgen nicht nur für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern sie stellen Pöbler und Hetzer aktiv ins Abseits. Inzwischen kommen deutlich weniger Flüchtlinge und ihre gesellschaftliche Integration rückt in den Fokus. Das berücksichtigt auch unser Programm: Standen zu Beginn offene Mitmachangebote im Vordergrund, unterstützen die Programm-Bündnisse jetzt Flüchtlinge gezielt beim Spracherwerb, bei der Ausbildungsplatzsuche oder beim Erwerb eines Trainerscheins.“

„Woche für Woche gelingt es an inzwischen bundesweit 24 Standorten durch ‚Willkommen im Fußball‘, insgesamt rund 800 geflüchtete Kinder und Jugendliche an unsere Gesellschaft heranzuführen. Künftig geht es noch stärker um die Unterstützung geflüchteter Mädchen und Frauen, den Ausbau der Qualifizierungsangebote und die Hilfe beim Einstieg in die Berufstätigkeit. Die jungen Geflüchteten werden auch weiterhin die Unterstützung erfahren, die sie brauchen und die wir gemeinsam mit unseren Bündnispartnern anbieten.“, berichtet Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung.

Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, sagt: „In zwei Jahren hat sich ‚Willkommen im Fußball‘ rasant entwickelt. Zu Beginn ging es in den Bündnissen zuallererst darum, Geflüchteten eine Beschäftigung anzubieten. Mittlerweile unterstützen die Bündnisse ihre Spielerinnen und Spieler dabei, sich zum Trainer zu qualifizieren oder in Ausbildung zu kommen. Der Sport und die Menschen in den Bündnissen sind seit Beginn für die Jugendlichen ein wirklich wichtiger Anker, um hier Fuß zu fassen.“

„Willkommen im Fußball“ ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. Das bundesweite Programm setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. „Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die DFL Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Kontakt:

Anne Albrecht
Programmkommunikation
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin
anne.albrecht@dkjs.de
Tel.: 030 25 76 76-13
Fax: 030 25 76 76-10
www.dkjs.de, #willkommenimfussball

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EANS-Hinweisbekanntmachung: FACC Operations GmbHJahresfinanzbericht gemäß § 82 Abs. 4 BörseG


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  Hinweisbekanntmachung für Finanzberichte übermittelt durch euro adhoc mit
  dem Ziel einer europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent
  verantwortlich.
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Hiermit gibt die FACC Operations GmbH bekannt, dass folgende Finanzberichte
veröffentlicht werden:

Bericht: Jahresfinanzbericht gemäß § 82 Abs. 4 BörseG
Deutsch:
Veröffentlichungsdatum: 30.06.2017
Veröffentlichungsort:
http://www.facc.com/content/download/5340/44108/file/Jahresfinanzbericht_GmbH_16
17.pdf


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Investor Relations:
Manual Taverne
Director Investor Relations
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Presse:
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Corporate Communication
Tel: 059/616-1194
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